Rezension: Maja Lunde – Als die Welt stehen blieb

*Rezensionsexemplar des Bloggerportals*

Inhalt

SPIEGEL-Bestsellerautorin Maja Lunde führt uns zurück in jene Märztage, als die ganze Welt stehen blieb. Tage, die uns erschüttert haben und noch immer erschüttern. Die tiefe Risse hinterlassen haben in dem Glauben an unsere Unverletzbarkeit. Maja Lunde zeigt uns, was im Leben wirklich wichtig ist: die kleinen Dinge im menschlichen Miteinander.

Sie sind eine fünfköpfige Familie. Die Erwachsenen haben sich gerade gestritten, als die Nachricht vom Lockdown eintrifft: Von nun an werden sie zu Hause sein. Alle zusammen. Jeden Tag. Die Autorin Maja Lunde ist daran gewöhnt. Sie ist das Home Office gewöhnt. Aber nicht das Home Schooling. Sie hat große dystopische Romane geschrieben, aber sie hat nie in einer Dystopie gelebt. Doch jetzt ist die Pandemie da und die Familie muss eine neue Lebensweise finden. Wie geht so etwas?
Quelle:thalia.de

Genre: RomanSeiten: 224 SeitenVerlag: btb
ISBN: 978-3-442-77097-7gebundenErscheinungsdatum:
28.09.2020
 Preis: 16,00 € 

Meine Meinung

Corona-Pandemie… Das Wort des Jahres 2020. Ein Jahr, das so ganz anders war, als alle bisher dagewesenen. Ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Ein Jahr der sozialen Distanz. Aber vor allem auch ein Jahr der Unsicherheit.

Maja Lunde, die eigentlich vermehrt Romane über Umweltprobleme schreibt, veröffentlicht hier mit ihrem neuen Werk eine ganz andere Art der Literatur. Ein Tagebuch über die Zeit des ersten Lockdowns. Eine Zeit, an die wir uns jetzt nur zu gut zurückerinnern, jetzt das wir bereits im zweiter Lockdown stecken.

Wir nehmen direkt am Leben der fünfköpfigen Familie teil, erfahren, dass Maja Lunde eigentlich gerade ihr viertes Buch schreiben wollte. Es in diesen Zeiten aber nicht über sich brachte und daher dieses Werk entstanden ist. Wir erleben hautnah mit, mit welchen Ängsten die Familie zu kämpfen hat. Welche neuen Probleme mit dieser neuen Situation auftreten. Wie man sich als fünfköpfige Familie mit Haushalt, Homeschooling, sozialer Distanz und dem neuen Gefühl des ständigen Zusammenseins schlägt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich zügig und schnell lesen. Ich kann die Ängste und auch teilweise die Gefühle der Autorin sehr gut nachvollziehen. Allerdings fehlte mir hier in diesem Roman etwas. Ich fühlte mich nicht ganz abgeholt und hatte beim Lesen stets das Gefühl der Distanz zum Geschehen. Auch ist meiner Meinung nach der Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht ganz geglückt. Zwar beschreibt der Roman die Anfänge und die Unsicherheit während dieser Zeit gut. Auch die Schwierigkeiten der Umstellung auf Home Office, Homeschooling und auch das plötzliche ständige Zusammentreffen der Familienmitglieder. Allerdings hätte ich mir etwas mehr Auseinandersetzung und Tiefe mit dem Geschehen gewünscht. Wir erfahren rein die Gedanken und Gefühle dieser einen kleinen Familie in Tagebuchform.

Mein Fazit

Bewertung: 3 von 5.

Meiner Meinung nach gute Unterhaltung für zwischendurch, allerdings keine Literarische Meisterleistung. Ich hatte sehr viel höhere Erwartungen an das Buch, die leider Enttäuscht wurden. Ich werde allerdings noch die anderen Bücher der Autorin lesen. Von diesen erwarte ich allerdings sehr viel mehr.

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