Rezension: Sarah J. Maas – Flammen und Finsternis

Hallo Bücherfreunde,

heute stelle ich euch meine Rezension zu „Flammen und Finsternis“, dem zweiten Band aus der „Das Reich der sieben Höfe“ Reihe von Sarah J. Maas, vor.

ACHTUNG!

Wenn ihr Band 1 der Reihe noch nicht gelesen habt, dann solltet ihr hier nicht weiterlesen, da ihr sonst gespoilert werdet!

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Inhalt

Quelle: thalia.de

Feyre hat überlebt. Sie hat Amarantha, die grausame Fae-Königin, besiegt und ist mit Tamlin an den Frühlingshof zurückgekehrt. Doch das scheinbar glückliche Ende täuscht. Tamlin verändert sich immer mehr und nimmt ihr allen Freiraum. Feyre hat Albträume, denn sie kann die schrecklichen Dinge nicht vergessen, die sie tun musste, um Tamlin zu retten. Und sie ist einen riskanten Handel mit Rhys eingegangen und muss nun jeden Monat eine Woche an seinem gefürchteten Hof der Nacht verbringen. Dort wird sie immer tiefer in ein Netz aus Intrigen, Machtspielen und ungezügelter Leidenschaft gezogen.
Quelle: thalia.de

Maas - Flammen und Finsternis_2

Meinung

Die ersten Worte die mir zu „Flammen und Finsternis“ einfallen: mitreißend, packend, phänomenal. Ganz klar mein Jahreshiglight 2018. Bereits das erste Buch „Dornen und Rosen“ war für mich ein phänomenales Buch und gehörte zu meinen Jahreshiglights 2017. Aber Sarah J. Maas hat es auch hier wieder geschafft mich mit diesem Buch sprichwörtlich umzuhauen. Der Schreibstil von Sarah J. Maas ist sehr gut zu lesen, sie verbildlicht die Welt der Fae, sodass ich stets die von ihr erschaffene Welt vor Augen hatte.  Sie erschafft für mich Welten, in die ich mich verlieren kann und in der ich von meiner Außenwelt kaum noch etwas mitbekomme. Mit ihrer Reihe „Das Reich der sieben Höfe“ entführt sie uns in eine Welt voller Magie, Intrigen, Krieg und Liebe.

Da zwischen dem Lesen des ersten und zweiten Bandes nun mehr als ein Jahr lag, habe ich den ersten Teil erneut als Hörbuch gehört. Ich hatte, mit dem Lesen von Band 2, nun eine andere Sicht auf die Geschehnisse aus Band 1. Ich erkannte nun Hintergründe und Hinweise im ersten Buch, die man nachdem man das zweite Buch gelesen hatte viel besser erkennen konnte.

Die komplette Welt der Fae finde ich, wie bereits im ersten Band atemberaubend. Ich erhielt hier mit Velaris eine Stadt, die so wundervoll und so phantastisch klang, dass ich mich sofort in diese Stadt verliebte. Es macht einfach Spaß in die von Sarah J. Maas erschaffene Welt einzutauchen und durch ihre geschickte Wortwahl Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen. Sie schafft nur durch die Macht ihrer Worte die Magie und die Welt so lebendig erscheinen zu lassen, als stände ich mittendrin.

***SPOILER***

Aufklappen

Die Entwicklung, die Feyre während der Buches durchmacht und das Entdecken ihrer magischen Fähigkeiten ist Sarah J. Maas mehr als gelungen.  Ich konnte die Magie förmlich spüren und finde es interessant, welche verschiedenen Facetten Feyre durch die magischen Fähigkeiten an sich entdeckt. Auch die Entwicklung des Charakters ist nachvollziehbar, da Feyre sowohl die Erfahrungen unter dem Berg geprägt haben. Weiterhin verändert sich Feyre in diesem Band sehr stark. Von dem gebrechlichen, naiven Mensch ist in diesem zweiten Band, aufgrund der Verwandlung in eine Fae, nichts mehr geblieben. Zu Beginn des Buches ist sie gebrochen, sie ist in den immer wiederkehrenden Alpträumen verloren und findet keinen Weg aus ihren düsteren Gedanken. Auch die Beziehung zu Tamlin engt sie ein. Er kann nicht verstehen, dass sie verändert ist, nicht mehr der gebrechliche Mensch, den er beschützen muss und dass die Zeit unter dem Berg, tiefe Spuren in Feyres Seele hinterlassen haben. Er geht sogar so weit, dass er sie im Frühlingshof einsperrt, was sie zu allem Überfluss seelisch zurück in die Zeit unter dem Berg, unter Amaranthas Klauen, versetzt. Doch als sie, am Tage ihrer Hochzeit, von Rhysand aus dem Frühlingshof befreit wird, lernt sie nach und nach wieder zu leben, zu fühlen und zu lieben.

Und ab diesem Punkt lernt man auch ihn nun besser kennen und verstehen. Er hat mich als Protagonist bereits im ersten Buch extrem fasziniert. Ich fragte mich stets: Wer ist er wirklich? Ist diese dunkle Seite an ihm vielleicht nur Fassade? Genau diese Fragen werden hier im zweiten Buch mehr als beantwortet. Mit seiner düsteren, machtvollen und furchteinflößenden Art und Weise versetzt er die Fae – Welt in Angst und Schrecken. Doch im Laufe der Geschichte erfährt man immer, dass er im Innern ein liebenswerter, ehrlicher und träumerischer Mann ist, der von einer besseren Welt der Fae träumt. Jahrzehntelang beschützte er die Stadt Velaris vor den Augen der anderen Fae und vor allem vor Amaranthas Klauen. Eine Stadt die so wundervoll und perfekt ist, dass die Fae dort, unberührt von den Schrecken die Amaranthas Herrschaft verbeitet hat, in Frieden leben und ihrer Arbeit nachgehen. Und man realisiert, dass Rhysand nur in dieser Stadt er selbst sein kann, aber auch Feyre lernt in Velaris wieder zu sich selbst zu finden. Auch die in Velaris anzutreffenden Protagonisten Cassian, Azriel, Amren und Morrigan (Mor) spiegeln Rhysands eigentlichen Charakter dar. Sie stellen sowohl für Rhys, als auch für Feyre eine Stütze dar.

Kommen wir zuletzt noch zu Tamlin. Im ersten Teil stellte Tamlin in meinem Augen einen wunderbaren Beschützer für die menschliche Feyre dar. Er trug sie auf Händen und hätte alles für ihren Schutz getan. Zu Beginn des zweiten Bandes wandelt er sich jedoch sehr schnell in einen übervorsichtigen, extrem beschützenden Fae, der wie bereits gesagt soweit ging und Feyre einsperrte. Er war zwar bereits im ersten Buch schon sehr beschützend, was meiner Meinung nach jedoch zu der Situation im ersten Buch, also zu der menschlichen Feyre passte. Als sie jedoch zu Fae wurde und somit unsterblich, stark, aber auch gezeichnet von den Ereignissen unter dem Berg, wirkte der übervorsichtige Tamlin eher deplaziert und erzielte durch seine Art nur, dass Feyre sich weiter entfernte, statt sich ihm zu öffnen. Ihre Beziehung entwickelte sich nicht weiter und passte sich nicht an die veränderten Umstände an. Und so war es nicht verwunderlich, dass Feyre ihn letztendlich verließ.

Man hört dann lange Zeit nicht viel von Tamlin, konnte jedoch erahnen, dass er ihre Flucht nicht einfach so hinnimmt. So wartete ich im ganzen Buch darauf zu erfahren, was er im Schilde führt und wurde letztendlich von ihm nicht überrascht, mehr müsst ihr im Buch lesen :-).

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Fazit

★ ★ ★ ★ ★

Das Buch ist mein persönliches Buch – Highlight 2018. „Flammen und Finsternis“ schaffte es, wie bereits der erste Band „Dornen und Rosen“, mich in eine wundervolle Welt der Magie und der Fae zu entführen. Die Geschichte hat mich förmlich mitgerissen und auch nachdem ich das Buch beendet hatte, wünscht ich mich zurück in die Welt der Fae, der Magie, der High – Lords und der Menschen. Für jeden, der gerne Jugendbücher und Fantasy liest, ist diese Reihe ein klares Must have. Also unbedingt lesen!!!!

Eckdaten

Genre: Jugendbuch, FantasySeiten: 720 SeitenVerlag: dtv Verlag
ISBN: 978-3-423-76182-6GebundenErscheinungsdatum: 04.08.2017
Preis: 19,95 €

Reihe: Das Reich der sieben Höfe
Band 1: Dornen und Rosen
Band 2: Flammen und Finsternis
Band 3: Sterne und Schwerter
Band 4: Frost und Mondlicht

Link zum Buch: amazon / dtv Verlag

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